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wachsen im Glauben

"Gott in Jesus Christus ist unsere Mitte.
Wir wollen einander mit unseren Gaben
Ergänzen, tragen und zum Leben
mit Gott einladen"

"In einem kleinen einsam gelegenen Dorf in Tansania hatte es seit Monaten nicht mehr geregnet. Die Leute waren verzweifelt. Ohne Wasser musste ihr Vieh verdursten, ohne Wasser würde es keine Ernte geben, ohne Wasser würden sie alle hungern und dürsten. Deshalb hatte der Dorfälteste alle Einwohner zu einem Gottesdienst auf dem Dorfplatz zusammengerufen. Sie wollten Gott gemeinsam um Regen bitten. Vielleicht erhörte er ja ihre Gebete um Wasser?

Gerade wollte der Dorfälteste ansetzen zum Gebet, als sein Blick auf einen kleinen Jungen am Rand der Menschengruppe fiel. Der Mann stockte, die Leute drehten sich neugierig in die Richtung, in der er blickte. Jetzt sahen alle auf den kleinen Jungen und staunten… Er war der einzige von ihnen allen, der mit einem Regenschirm gekommen war."


Diese beeindruckende Geschichte ist wie ein Gleichnis auf die Situation unserer Sankt- Mariengemeinde und auf unser Gemeindelogo:

 
 
Die Mitte unseres Glaubens
"Gott in Jesus Christus ist unsere Mitte"
Unser christlicher Glaube ist keine Ideologie oder irgendein komplizierter und ferner Gedanke. Was wir glauben lässt sich in einer ganz realen Person aus Fleisch und Blut fest machen, nämlich in Jesus Christus. Weil Gott jeden einzelnen Menschen unendlich liebt, hielt er es nicht mehr aus, dass wir so weit weg sind von ihm. Er ist in Jesus Christus selbst Mensch geworden, will uns nahe sein und uns durch ihn seine große Sehnsucht und Liebe zu uns zeigen. In Jesus ist Gottes Liebe für uns sichtbar und greifbar geworden! Gott hat sich in Jesus auf den Weg gemacht, um mit uns Menschen das Leben zu teilen. Mehr noch: Um uns zu zeigen welche Freude und Leben in Fülle auf uns warten, wenn wir ein Leben mit ihm beginnen. Alles was zwischen Gott und uns Menschen stand und was uns von Gott fern hielt, alle Schuld gegen ihn und unsere Mitmenschen - das hat Jesus Christus weggenommen und vergeben. Jesus Chrisus hat sich aus Liebe zu uns töten lassen und die absolute Gottesferne auf sich genommen, nämlich den Tod. Er hat den Tod besiegt und ist als Erster vom Tod auferstanden. Das hat Jesus für uns Menschen getan, damit auch für uns Krankheit, Leid und Sterben nicht das Letzte sind, sondern wir das ewige Leben bei unserem Gott haben. Jesus lebt -zwar nicht mehr in Fleisch und Blut - aber er ist als Auferstandener immer noch bei uns.
Der Tod hat, obwohl er die Welt zu beherrschen scheint, nicht mehr das letzte Wort. Gott gibt uns Leben in Fülle, das schon jetzt für alle, die an ihn glauben, beginnt. Deshalb soll Jesus Christus unser Mittelpunkt sein. Um ihn versammeln wir uns, im Gottesdienst, in allen Gruppen und Kreisen in unserer Gemeinde, auch jeder ganz persönlich für sich im Alltag. An seinen guten Verheißungen für uns wollen wir uns festhalten und unsere Hoffnung auf ihn, den lebendigen Herrn der Welt, setzen. So wie die Menschen aus dem kleinen afrikanischen Dorf, wollen auch wir immer wieder zusammenkommen, um Gott im Namen Jesu Christi anzurufen, ihn zu bitten und zu danken. Wir wollen voll Vertrauen in die "Menschenfreundlichkeit" Gottes, die er uns durch Jesus Christus gezeigt hat, "mit Regenschirmen unterwegs sein" und viel von unserem großen Gott erwarten.

Gemeinsam glauben
"Wir wollen uns mit unseren Gaben ergänzen und gegenseitig tragen"
Wir sind nicht einfach so Gemeinde. Sondern weil Jesus Christus unser Mittelpunkt und Herr ist, sind alle, die an ihn glauben, seine Gemeinde. Jesus nannte seine Gläubigen "einen Leib". Jesus ist das "Haupt" dieses Leibes. Alle Gläubigen gehören als "Leib" Jesu Christi zusammen, und so auch wir einzelne Gemeindeglieder der Kirchengemeinde Sankt Marien. Wir wollen und sollen füreinander da sein und uns je nach unseren Fähigkeiten ergänzen und helfen. Das geschieht in der Gestaltung der Gottesdienste, beim Organisieren und Durchführen von Festen, in unterschiedlichsten Kleingruppen und Arbeitsgruppen, und im ganz normalen Alltag. Wir sind nicht auf uns selbst gestellt, sondern wollen aufeinander acht haben, unsere Freuden und Nöte teilen, mit Gebet und Tatkraft einander helfen. Die Menschen in dem afrikanischen Dorf haben nicht nur für sich allein in den Hütten gebetet, sondern sind zusammengekommen um gemeinsam Gott anzurufen. So sind auch wir uns bewusst, dass wir im Alltag und im Glauben miteinander Jesu Gemeinde, aufeinander angewiesen und füreinander verantwortlich sind. Jeder ist wichtig, jeder ist willkommen, jeder wird mit seinen Gaben und mit seinen Schwächen gebraucht.

Im Glauben wachsen
Gemeinsam befinden wir uns auf dem Weg des Glaubens. Glaube ist nichts Starres. Sondern Glaube wächst, verändert sich, gewinnt an Reife, hat Höhen und immer wieder Tiefen. Gott hält schon jetzt auf dem Weg Freude und ein Leben, das frei wird von Angst und Zwängen, bereit. Doch am Ende wartet auf uns unbegrenztes herrliches Leben. Auch auf diesem Weg des Glaubens sind wir immer wieder auf andere angewiesen, die uns mit ihren Erfahrungen Anstoß und Stütze sein können.
In den Gottesdiensten, in den unterschiedlichen Kreisen und in täglichen Begegnungen können wir unseren Glauben miteinander teilen und wachsen. Auch die regelmäßig stattfindenden Glaubenskurse, in denen die Grundlagen unseres christlichen Glaubens und unsere persönlichen Glaubenserfahrungen zu Wort kommen, wollen dazu einladen. Wie der kleine Junge mit dem Regenschirm die anderen aus seinem Dorf vielleicht überraschte oder sie zunächst sogar belustigte - er war für sie dennoch ein mitreißendes Beispiel für Vertrauen und Hoffen auf Gott. Und so wollen auch wir uns im aufregenden Leben als Christen beistehen, uns anspornen und unterstützen.
 
 
Einladend glauben
"…zum Leben mit Gott einladen."
Unser Anliegen ist es, unseren Kindern, Außenstehenden und dem Glauben Fernstehenden gegenüber, unseren Glauben auf einladende Weise zu leben. Wir wünschen uns, dass auch sie die Liebe Gottes für sich erfahren und wollen dazu beitragen. Vom Regen, den die Christen in dem kleinen afrikanischem Dorf erbeten, profitieren nicht nur sie und ihr Dorf - sondern Natur, Tiere und Menschen der gesamten Umgebung. So sind auch wir nicht Christ nur für uns allein. Christ sind wir nicht allein in der Gemeinde. Sondern als Christen nehmen wir Verantwortung im Ganzen unserer Gesellschaft wahr. In der Schule oder am Arbeitsplatz, in allen Institutionen, in der Freizeit, in Kultur und Politik sind wir herausgefordert Stellung zu beziehen und unsere Umwelt mit zu gestalten. Damit durch uns auch unsere Mitmenschen etwas von Gottes Güte und Wohlwollen spüren. So wollen wir - wie die Dorfbewohner in Kenia, öffentlich auf dem Dorfplatz - unseren Glauben einladend glauben.